Zwischen den Seiten der Stille

Spätsommer in einer Universitätsbibliothek. Elena vergisst ihre Tasche, trifft Lukas, den Archivar. Zwischen Regalen, Papier- und Lederdüften, entfacht ein Kuss die Spannung. Seine Hände führen sie, langsam, fordernd, in eine Nacht voller Hingabe, die die Stille bricht.

Zwischen den Seiten der Stille
Photo by Henry Be / Unsplash

Die Stille der Universitätsbibliothek umhüllte mich wie ein alter Mantel, schwer von dem Geruch nach vergilbtem Papier, ledergebundenen Bänden und dem feinen Staub, der in den Sonnenstrahlen tanzte, die durch die hohen Bogenfenster fielen. Der Vortrag war vorbei, die Zuhörer hatten sich zerstreut, und ich, Elena, 42, eine Literaturwissenschaftlerin mit einer Leidenschaft für vergessene Manuskripte, eilte die Treppen hinunter, nur um festzustellen, dass ich meine Tasche in der Lesesaalecke vergessen hatte. Die Uhr zeigte kurz vor Schließzeit, und ich hastete zurück, meine Absätze klackerten leise auf dem polierten Holzfußboden, ein Rhythmus, der meine innere Unruhe widerspiegelte. Die Bibliothek war ein Labyrinth aus hohen Regalen, gefüllt mit Wissen, das Jahrhunderte überdauert hatte, und in diesem Moment fühlte ich mich wie ein Eindringling in einer Welt, die bereits zur Ruhe kam.

Als ich den Saal betrat, war er fast leer, nur das schwache Summen der Neonlichter und das ferne Ticken einer Uhr. Meine Tasche lag da, wo ich sie zurückgelassen hatte, auf einem Stuhl neben dem Podium. Ich griff danach, doch in diesem Augenblick hörte ich Schritte – gleichmäßig, zielstrebig. Ein junger Mann, vielleicht Ende zwanzig, mit zerzausten Haaren und einem Stapel Bücher unter dem Arm, erschien aus den Schatten der Regale. Er trug eine Brille mit dünnem Gestell, die seine Augen betonte, dunkel und aufmerksam, und sein Hemd spannte sich leicht über den Muskeln seiner Schultern, als er die Bücher abstellte. „Entschuldigung, wir schließen gleich“, sagte er, seine Stimme ruhig, doch mit einem Unterton, der mich innehalten ließ. Dann musterte er mich genauer, und ein Erkennen huschte über sein Gesicht. „Sind Sie nicht Elena? Die aus den E-Mails vor ein paar Monaten? Ich bin Lukas, der Archivar hier. Wir haben über die mittelalterlichen Handschriften korrespondiert.“

Ich nickte, ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Ja, ich erinnerte mich – knappe, präzise Nachrichten über seltene Texte, die er für mich digitalisiert hatte. Seine Worte waren immer höflich gewesen, doch jetzt, face to face, lag etwas Persönliches darin, eine Wärme, die die kühle Luft der Bibliothek durchbrach. „Richtig, Lukas. Danke nochmal für die Scans. Ich hätte fast meine Tasche vergessen – typisch für mich nach so einem Vortrag.“ Wir lachten leise, ein Geräusch, das in der Stille widerhallte, und er trat näher, seine Präsenz füllte den Raum zwischen uns. Das Gespräch floss mühelos: von den Handschriften zu meinen Recherchen, dann zu persönlicheren Themen – warum ich so oft allein reiste, was ihn an alten Büchern faszinierte. Seine Augen hielten meine fest, und ich spürte eine Spannung aufbauen, ein unsichtbares Band, das sich straffte. Der Geruch seiner Haut, frisch und leicht nach Sandelholz, mischte sich mit dem Duft der Bibliothek, und mein Puls beschleunigte sich, ein warmes Pochen in meiner Brust.

Er führte mich tiefer in die Regale, als wollte er mir ein besonderes Buch zeigen, seine Hand streifte zufällig meinen Arm, eine Berührung, die wie ein Funke durch mich jagte. Die Regale ragten hoch auf, enge Gänge, die uns einschlossen, und die Luft wurde dichter, schwerer von Staub und Geheimnissen. „Hier ist es“, murmelte er, zog ein altes Lederband heraus, doch sein Blick war nicht auf das Buch gerichtet, sondern auf mich. Die Spannung knisterte nun greifbar, und er stellte das Buch zurück, trat näher, bis ich die Wärme seines Körpers spüren konnte. „Sie wissen schon, dass man hier eigentlich nicht laut sein darf“, sagte er leise, seine Stimme ein Flüstern, das meine Haut erzittern ließ. Es war eine Einladung, eine Herausforderung, und ich fühlte, wie sich etwas in mir regte – eine innere Hitze, die sich in meinem Unterleib sammelte.

Ohne ein weiteres Wort legte er seine Hand an meine Wange, warm und bestimmt, und küsste mich. Sein Mund war weich, doch fordernd, seine Lippen pressten sich gegen meine, und ich schmeckte eine leichte Süße, vielleicht von einem Tee, den er getrunken hatte. Seine Zunge glitt in meinen Mund, erkundete mit langsamer Präzision, und ich gab nach, mein Körper schmiegte sich an seinen. Die Regale drückten gegen meinen Rücken, hart und unnachgiebig, ein Kontrast zu der Weichheit seiner Berührung. Seine Hände glitten über meinen Körper, zogen den Reißverschluss meines Blazers auf, schoben ihn von meinen Schultern. Die kühle Luft der Bibliothek traf auf meine Haut, doch seine Finger waren warm, streiften meine Arme, lösten Gänsehaut aus. Er entkleidete mich langsam, als wäre ich ein kostbares Manuskript, das er enthüllte: der Knopf meiner Bluse gab nach, Stoff raschelte leise, und mein BH folgte, seine Hände umfassten meine Brüste, kneteten sie sanft. Seine Daumen kreisten über meine Brustwarzen, die sich verhärteten, ein scharfer Druck, der Wellen der Erregung durch mich sandte. Ich keuchte leise, mein Atem wurde schneller, stoßweise, und ich hörte sein eigenes Atmen, tief und kontrolliert, an meinem Ohr.

Er drückte mich gegen das Regal, seine Dominanz spürbar, doch ohne Härte – eine sanfte Führung, die mich atemlos machte. Seine Lippen wanderten über meinen Hals, bissen leicht in die empfindliche Haut, und ich spürte die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen aufsteigen, eine warme Nässe, die meine Schenkel benetzte. Seine Hand glitt tiefer, schob meinen Rock hoch, seine Finger streiften die Innenseite meiner Oberschenkel, warm und forschend. Der Geruch nach altem Papier intensivierte sich, mischte sich mit dem moschusartigen Duft unserer Erregung, und ich lehnte den Kopf zurück, spürte das Holz des Regals an meinem Hinterkopf. Er hakte seine Finger in den Bund meines Slips, zog ihn herunter, und die kühle Luft traf auf meine intimste Stelle, ein Kontrast zu der Hitze, die in mir pulsierte. Seine Finger teilten meine Schamlippen, glitten durch die Feuchtigkeit, und ich stöhnte auf, ein leises Geräusch, das er mit einem weiteren Kuss erstickte. „Leise“, flüsterte er, seine Stimme vibrierend an meinen Lippen.

Seine Berührung war meisterhaft, ein Finger drang in mich ein, langsam, erkundend die enge Wärme meiner Vagina, die sich um ihn schloss. Ich spürte den Druck, die Dehnung, als ein zweiter folgte, und meine inneren Muskeln kontraktierten unwillkürlich, ein rhythmisches Ziehen, das meinen ganzen Körper erzittern ließ. Er bewegte sie in mir, ein gleichmäßiges Stoßen, das meine Nervenenden weckte, und ich bog mich ihm entgegen, meine Hände krallten sich in sein Hemd, spürten die harten Muskeln darunter. Seine freie Hand hielt meine Hüfte fest, sein Daumen drückte gegen meinen Kitzler, kreiste sanft, und die Empfindungen überschwemmten mich: die Rauheit seiner Fingerkuppen, die Feuchtigkeit, die uns verband, die Wärme seines Atems auf meiner Haut. Mein Atem wurde unregelmäßig, keuchend, und ich hörte das leise Rascheln unserer Kleidung, das Knarren des Regals unter unserem Gewicht. Der Druck baute sich auf, ein Wirbel aus Hitze in meinem Unterleib, bis ich kam, ein Zittern durchfuhr mich, Wellen der Ekstase, die mich leise aufstöhnen ließen, gedämpft an seiner Schulter.

Doch er hielt nicht inne. Er zog seine Hand zurück, öffnete seine Hose, und ich spürte die Härte seines Penis an meinem Bauch, warm und pulsierend, die Haut straff gespannt. Er hob mich leicht an, positionierte sich zwischen meinen Beinen, und langsam drang er in mich ein, Zentimeter für Zentimeter. Ich fühlte die Fülle, die Dehnung meiner Vagina, die sich um ihn schloss, ein enges, pulsierendes Greifen. Der Druck war intensiv, eine köstliche Reibung, als er tiefer glitt, und ich schlang meine Beine um seine Hüften, zog ihn näher. Seine Muskeln spannten sich an, hart unter meinen Händen, und er begann sich zu bewegen, ein kontrolliertes Stoßen, das tief in mich eindrang. Jeder Stoß sandte Schauer durch mich: die Hitze seines Schafts, die Feuchtigkeit, die uns glatt machte, das rhythmische Klatschen unserer Haut, gedämpft in der Enge der Regale. Sein Atem wurde schneller, synchron mit meinem, tief und keuchend, und der Geruch nach Schweiß mischte sich mit dem Staub, ein intimer Duft, der die Luft erfüllte.

Seine Dominanz war unaufdringlich, doch spürbar – er bestimmte das Tempo, hielt mich fest gegen das Regal, seine Hände auf meinen Hüften, drückend, doch nicht schmerzhaft. Ich spürte jede Bewegung: das Gleiten seines Penis in mir, den Druck gegen meine inneren Wände, die Spannung in meinen Muskeln, die sich anspannten und lösten. Meine Nägel gruben sich in seinen Rücken, fühlten die Wärme seiner Haut durch den Stoff, und die Spannung in mir stieg erneut, ein warmer Knoten, der sich löste. Er küsste mich hart, seine Zunge fordernd, während seine Stöße schneller wurden, tiefer, und ich spürte, wie sein Körper sich anspannte, seine Muskeln hart wie Stein. Dann kam er, ein warmer Schwall in mir, pulsierend, der mich über den Rand trug. Mein Orgasmus war überwältigend, ein Zucken meiner inneren Muskeln um ihn herum, Wellen der Lust, die durch meinen Körper jagten, von meinen Zehen bis in meine Fingerspitzen, ein leises Wimmern entwich mir, trotz seiner Warnung.

Er blieb in mir, hielt mich, bis unser Atem sich beruhigte, seine Hand strich über mein Haar, eine zärtliche Geste in der Stille. Langsam zog er sich zurück, und ich spürte die Leere, die Feuchtigkeit, die an meinen Schenkeln herunterlief. Wir richteten unsere Kleidung, die Regale um uns herum unberührt, als hätte die Bibliothek unser Geheimnis bewahrt. In diesem Moment fühlte ich mich lebendig, hingegeben, doch in voller Kontrolle über meine Wahl.

von Miralena (48), Solingen – Teil der Erovelle-Community.


Manchmal entzündet ein vergessener Moment in einer alten Bibliothek ein Feuer, das in einem Blick, einer Berührung, einer verbotenen Stille brennt. Miralena schreibt für die Erovelle-Community – über Momente, in denen die Grenzen zwischen Wissen und Verlangen verschwimmen.

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