Im Rausch der Reben
Die Luft war schwer von Wein und Verlangen. Juliens Lippen streiften meinen Hals, während Marc’s Hände meine Hüften umfassten. Ihre Blicke trafen sich, ein stummer Pakt. Im Keller, zwischen Eiche und Schatten, entfaltete sich ein Tanz der Lust – langsam, tief, ein Geheimnis, das uns drei verband.
Die Sonne tauchte den Horizont in ein letztes, goldenes Leuchten, als ich das Weingut erreichte. Die Reben erstreckten sich wie ein grünes Meer über die Hügel Südfrankreichs, und die Luft war schwer von dem Duft reifer Trauben und warmer Erde. Ich war allein gereist, hatte die Enge der Stadt hinter mir gelassen, um in dieser Abgeschiedenheit etwas zu finden – vielleicht mich selbst, vielleicht nur die Stille. Das Gut, ein altes Steinhaus mit Efeu bewachsenen Wänden, lag verborgen in einem Tal, fernab von Touristenpfaden. Ich war Ende dreißig, eine Frau, die gelernt hatte, ihre Sehnsüchte zu hüten wie kostbare Geheimnisse, und doch sehnte ich mich nach etwas, das mich aus meiner gewohnten Bahn reißen würde.
Der Besitzer, ein alter Bekannter aus früheren Reisen, hatte mich eingeladen, und als ich ankam, fand ich das Haus bereits belebt. Zwei Männer saßen auf der Terrasse, umgeben von Kerzenlicht und dem sanften Summen der Zikaden. Sie waren alte Freunde, wie sie mir später erzählten – Julien und Marc, beide in den Vierzigern, mit jener lässigen Eleganz, die das Leben in der Provence formt. Julien war der Dunklere, mit lockigem Haar und Augen, die wie tiefe Seen wirkten, voller unergründlicher Strömungen. Marc hatte eine hellere Präsenz, sein Lächeln war offen, doch in seinen Bewegungen lag eine kontrollierte Kraft, die mich sofort faszinierte. Zwischen ihnen schwebte eine vertraute Spannung, eine Art unsichtbarer Faden, der sie verband – nicht eifersüchtig, sondern einladend, als hätten sie schon lange gelernt, ihre Nähe zu teilen.
„Willkommen“, sagte Julien, als ich mich ihnen näherte, und reichte mir ein Glas Rotwein. Seine Finger streiften meine, nur einen Hauch, doch es war genug, um eine Wärme in mir zu entzünden. Marc stand auf, um mir einen Stuhl zurechtzurücken, und sein Blick glitt über mich, nicht aufdringlich, sondern wie eine sanfte Berührung. Der Abend war warm, die Luft umhüllte uns wie Seide, und wir setzten uns zusammen, während der Himmel sich in ein tiefes Indigo verwandelte. Das Gespräch floss leicht – über die Ernte, die Geheimnisse des Weins, die Geschichten des Landes. Doch unter den Worten lauerte etwas anderes: ein stilles Spiel aus Blicken, die sich kreuzten, aus Gesten, die zufällig wirkten, aber es nicht waren.
Ich spürte es zuerst in meinem Körper, eine leichte Unruhe, die sich in meiner Brust ausbreitete. Juliens Lachen war tief und resonant, es vibrierte durch die Luft und berührte mich wie eine ferne Melodie. Marc lehnte sich vor, um mein Glas nachzufüllen, und seine Hand verweilte einen Moment zu lange auf der Flasche, nah an meiner. Zwischen den beiden Männern gab es Momente, in denen ihre Blicke sich trafen – ein kurzes Nicken, ein Lächeln, das mehr sagte als Worte. Sie kannten einander seit Jahren, hatten Abende wie diesen geteilt, und ich fragte mich, ob diese Spannung zwischen ihnen immer so gewesen war: eine Mischung aus Bruderschaft und etwas Tieferem, das sie nie benennen mussten.
Der Wein schmeckte nach Beeren und Erde, er wärmte meine Adern, löste die Knoten in mir. Wir aßen Oliven und frisches Brot, Käse, der auf der Zunge schmolz, und mit jedem Bissen wuchs die Atmosphäre dichter. Die Kerzen flackerten, warfen Schatten auf ihre Gesichter, und ich bemerkte die Linien um Juliens Augen, die Marc's breite Schultern betonten. Meine eigene Haut fühlte sich empfindlich an, als würde die Brise sie streicheln. Ich lachte über eine Anekdote von Marc, und Julien berührte leicht meinen Arm, um einen Punkt zu unterstreichen – eine Geste, die harmlos war, doch sie sandte Wellen durch mich hindurch.
Als die Nacht tiefer wurde, schlug Julien vor, einen Spaziergang durch die Reben zu machen. „Die Sterne sind hier unglaublich“, sagte er, und Marc nickte, seine Augen auf mir ruhend. Wir erhoben uns, und ich ging zwischen ihnen, unsere Schritte im Einklang auf dem weichen Pfad. Die Reben raschelten leise, und der Duft der Trauben war überwältigend, süß und reif. Julien blieb stehen, pflückte eine Traube und hielt sie mir hin. „Probier“, murmelte er, und als ich sie nahm, berührten seine Finger meine Lippen. Ein Schauer durchlief mich, warm und elektrisch. Marc beobachtete uns, sein Lächeln verriet Zustimmung, und in diesem Moment verstand ich: Dies war kein Zufall, sondern ein Tanz, den sie beide kannten.
Wir kehrten zum Haus zurück, doch statt uns zu verabschieden, luden sie mich in den alten Keller ein, wo Fässer lagerten und der Duft von Eiche und Wein die Luft erfüllte. Es war kühler hier, doch die Wärme in mir wuchs. Wir setzten uns auf weiche Kissen, umgeben von Schatten, und der Wein floss weiter. Juliens Hand fand meine, seine Finger verschränkten sich mit meinen, sanft, fragend. Marc rückte näher, seine Präsenz eine stille Einladung. Zwischen ihnen fühlte ich mich umhüllt, geschützt und doch erregt. Ihre Blicke trafen sich über mich hinweg, und ich sah die Spannung, die sie verband – eine tiefe Vertrautheit, die sie nun mit mir teilen wollten.
Es begann mit einem Kuss. Julien neigte sich zu mir, seine Lippen berührten meine, weich und forschend. Er schmeckte nach Wein und Salz, und ich öffnete mich ihm, ließ die Wärme in mir aufsteigen. Marc's Hand legte sich auf meinen Rücken, streichelte sanft, und als Julien sich zurückzog, drehte ich mich zu Marc, dessen Kuss intensiver war, fordernder, doch immer kontrolliert. Ihre Hände waren überall, doch nie hastig – Juliens Finger glitten über meinen Hals, Marc's über meine Taille, und ich spürte, wie mein Körper reagierte, wie eine Saite, die angeschlagen wurde.
Die Spannung baute sich langsam auf, wie eine Welle, die ans Ufer rollt. Wir entkleideten uns in der Dämmerung des Kellers, die Luft kühl auf meiner Haut, doch ihre Berührungen waren Feuer. Juliens Mund wanderte über meinen Hals, saugte sanft an der empfindlichen Stelle unter meinem Ohr, was ein leises Seufzen aus mir hervorrief. Seine Zunge zeichnete feine Linien auf meiner Haut, tastete sich vor, als wollte er jeden Zentimeter erkunden. Marc's Hände umfassten meine Brüste, seine Daumen kreisten langsam über die aufgerichteten Knospen, drückten sie leicht, was Wellen der Lust durch meinen Körper jagte, die sich in meinem Unterleib sammelten. Ich keuchte, meine Hände suchten sie, spürten die Härte ihrer Körper, die Muskeln unter der warmen Haut, die leichte Feuchtigkeit des Schweißes, der sich bereits bildete.
Julien glitt tiefer, seine Lippen streiften meinen Bauch, küssten die sanfte Wölbung, während Marc mich weiter küsste, seine Zunge tanzte mit meiner, ein Rhythmus, der mich atemlos machte. Ich spürte Juliens Atem auf meiner intimsten Stelle, warm und verheißungsvoll, bevor seine Zunge mich berührte – sanft zuerst, ein leises Lecken, das mich erzittern ließ. Er erkundete mich mit bedächtigen Bewegungen, kreiste um den empfindlichen Punkt, saugte leicht, was eine Flut von Empfindungen auslöste: ein Ziehen in meinem Inneren, eine Wärme, die sich ausbreitete wie flüssiges Gold. Marc's Finger gesellten sich dazu, streichelten die Innenseiten meiner Schenkel, öffneten mich weiter, während er Juliens Haar berührte, eine Geste der Intimität, die mich noch mehr erregte.
Ich wand mich unter ihnen, meine Hände in ihren Haaren vergraben, zog sie näher. Marc löste sich von meinem Mund und neigte sich zu Julien, ihre Lippen trafen sich in einem Kuss, der leidenschaftlich war, ihre Zungen verschmolzen über mir, während Juliens Finger in mich glitten – einer zuerst, dann zwei, langsam pumpend, die Feuchtigkeit nutzend, um tiefer vorzudringen. Die Empfindung war überwältigend: das Dehnen, das Füllen, gepaart mit Marc's Hand, die nun meinen Hals streichelte, hinunter zu meinen Brüsten, wo er knetete und zwickte, gerade genug, um den Schmerz in Lust zu verwandeln.
Dann positionierte sich Julien, sein Körper über meinem, seine Härte drückte gegen mich, hart und pulsierend. Er drang langsam ein, Zentimeter für Zentimeter, gab mir Zeit, mich an ihn zu gewöhnen, an die Fülle, die mich ausfüllte. Sein Rhythmus war bedächtig, ein langsames Vor und Zurück, das mich aufstöhnen ließ, meine Wände umklammerten ihn, zogen ihn tiefer. Marc war an meiner Seite, seine Finger kreisten um den Punkt, wo wir verbunden waren, verstärkten jede Bewegung, sandten Schockwellen durch mich. Er küsste meine Schulter, biss sanft hinein, während Julien schneller wurde, seine Stöße tiefer, doch immer kontrolliert, als wollte er den Moment dehnen.
Sie wechselten sich ab, nahtlos, als wären sie eins. Marc nahm Juliens Platz ein, sein Eindringen war kraftvoller, breiter, füllte mich auf eine andere Weise, die mich keuchen ließ. Julien's Hände waren nun auf meinen Brüsten, massierten sie, während er Marc küsste, ihre Körper berührten sich, ihre Härten streiften einander in der Hitze des Moments. Marc's Rhythmus war variierend – langsam, dann schneller, ein Kreisen der Hüften, das neue Stellen in mir berührte, Empfindungen weckte, die ich nicht kannte. Ich spürte das Aufbauen, ein Druck, der wuchs, meine Muskeln spannten sich an, mein Atem wurde flach.
Julien gesellte sich hinzu, seine Finger glitten neben Marc in mich, dehnend, forschend, was eine Intensität schuf, die an die Grenze des Erträglichen ging – eine Mischung aus Fülle und Reibung, die mich zum Zittern brachte. Marc zog sich zurück, und Julien drang wieder ein, während Marc's Mund tiefer wanderte, seine Zunge gesellte sich zu Juliens Bewegungen, leckte um die Verbindung herum, saugte an mir, was die Lust explodieren ließ. Ich kam in Wellen, mein Körper bebte, zog sich zusammen, ein Strom der Ekstase, der mich blind machte, nur Gefühl blieb.
Doch sie hörten nicht auf. Julien zog sich zurück, und Marc drang erneut ein, ritt die Nachbeben aus, verlängerte meine Erlösung. Julien's Hände streichelten meinen Rücken, hoben mich leicht an, damit Marc tiefer gehen konnte. Ihre Blicke trafen sich, voller Verlangen, und Marc zog Julien zu sich, ihre Körper verschmolzen, während Marc in mir blieb, seine Stöße nun synchron mit ihrem Kuss. Ich spürte Juliens Härte an meinem Schenkel, pulsierend, und berührte sie, streichelte sie, was ihn aufstöhnen ließ. Marc kam als Nächster, ein tiefes Zittern, das durch uns alle ging, sein Samen warm in mir.
Julien folgte, drang ein letztes Mal ein, seine Bewegungen verzweifelt nun, doch zärtlich, bis auch er sich ergoss, sein Stöhnen ein Echo in der Stille. Wir lagen da, verschlungen, ihre Hände beruhigten mich, streichelten die nachklingende Haut. Die Luft war schwer von unserem Duft, der Wein mischte sich mit Schweiß und Lust.
Am Morgen würde ich weiterreisen, doch diese Nacht blieb in mir, eine Erinnerung an die Sinnlichkeit des Lebens, an die Kraft der Nähe, die uns alle verbindet.
Von Amelina (32), Passau – Teil der Erovelle-Community.
Zwischen Dunkelheit und Morgengrauen liegt ein Moment, in dem alles möglich scheint. Amelina fängt diese Zwischenräume ein – Geschichten über Verlangen, Mut und das leise Glühen unter der Haut.
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